stillen

Q&A

Wie kann ich die Produktion der Muttermilch anregen?

Der Schlüssel zur Stimulierung der Laktation ist die häufige und effektive Entleerung der Brust entweder durch das Kind oder mit Einsatz einer Milchpumpe. Häufig, d.h. mindestens 8-12 Mal am Tag, vorzugsweise beide Brüste in einer Stillsitzung. Wenn Ihr Kind an der Brust saugt, haben Sie wirklich keinen Grund zur Sorge. Im Falle eines behinderten Saugreflexes verwenden Sie eine Milchpumpe zum Anregen der Laktation. Eine Beratung mit einem Stillexpertenin könnte ebenfalls von Vorteil sein. 

Stillen und Periode - welchen Einfluss hat  die Menstruation auf die Laktation?

Tatsächlich berichten einige Mütter, dass einige Kinder sowohl zwei bis drei Tage vor als auch während der Menstruation öfters an die Brust angelegt werden möchten. Eine verringerte Muttermilchmenge wird wahrscheinlich durch hormonelle Schwankungen verursacht und Sie können nichts dagegen unternehmen. Sobald Ihr Kind feste Nahrung zu sich nimmt, kann ein vorübergehender Milchmangel mit einer anderen Leckerei ausgeglichen werden.

Wie soll man Zwillinge stillen?

Zunächst einmal wäre es am besten ein Krankenhaus auszuwählen, das professionelle Hilfe beim Stillen anbietet. Wenn die Kinder gesund und zum Termin geboren werden, sollte sofort mit dem Stillen begonnen werden. Bei den ersten Stillmahlzeiten ist es eine gute Idee, Kinder einzeln zu füttern. Erst das eine, dann das andere. Jedes Baby sollte mindestens 8 Mal am Tag an die Brust gelegt werden. Wenn das Stillen klappt, können beide Kinder gleichzeitig gestillt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch eine hervorragende Möglichkeit die Laktation besser zu stimulieren. Zwillinge müssen genau beobachtet werden. Es kann immer vorkommen, dass einer der beiden mehr Zeit zum Füttern braucht oder öfters an die Brust gelegt werden muss. Bei Zwillingen kann es ratsam sein jedem Baby eine Brust für den ganzen Tag zuzuweisen. Man kann auch bereits vor der Geburt eine Laktationsberaterin aufsuchen, damit die Mutter bei Schwierigkeiten schnell um Hilfe bitten kann.

Wunde Brustwarzen und Stillen?

Bei wunden Brustwarzen ist immer ärztliche Hilfe zu holen, da es oft zu einer Infektion kommen kann. Möglicherweise wird eine Salbe mit antimikrobieller Wirkung aufgeschrieben evtl. ein Antibiotikum, das für stillende Frauen geeignet ist. Das Stillen sollte für zwei bis drei Tage unterbrochen werden, damit die Wunden heilen können. Während dieser Zeit sollte eine Milchpumpe zum Einsatz kommen, die es erlaubt Kinder mit Muttermilch weiter zu füttern. 

Wie lange stillen?

Wenn sowohl die Mutter als auch das Kind weiterstillen möchten, sollen sie es tun! Wie eine aktuelle Studie über die Zusammensetzung der Muttermilch zeigt, enthält die Muttermilch nach einem Jahr mehr Eiweiß - und passt sich so den wachsenden Bedürfnissen des Babys an. Es besteht keine Notwendigkeit Muttermilchersatznahrung einzuführen! 

Wie oft stillen?

Neugeborene sollten 8-12 Mal am Tag gestillt werden, dabei mindestens ein Mal in der Nacht. Es gibt Kinder, die an einer Brust und solche die an zwei Brüsten satt werden. Man soll immer versuchen zwei Brüste anzubieten. Das Kind wird schon entscheiden, ob es weiter gestillt werden möchte. Zu beachten ist die Gewichtszunahmen des Kindes. Wenn Kinder gut zunehmen und sich richtig entwickeln, dann reicht die Menge an Nahrung, die es erhält.

Was tun bei zu wenig Milch?

Bewahren Sie Ruhe und Geduld. Es ist wichtig bei jeder Stillsitzung beide Brüste dem Kind anzubieten. Das häufige Anlegen wird die Milchproduktion stimulieren, so dass bald, nach 5-7 Tgen, auch reichlich Muttermilch zur Verfügung steht.

Stillen nach Kaiserschnitt?

Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, können ihre Babys effektiv stillen. Ein Kaiserschnitt kann jedoch ein Risikofaktor zum Aufrechterhalten der Laktation sein. Die angewandte Anästhesie und ein falsches Stillmanagement unmittelbar nach der Entbindung, können die zweite Phase der Laktogenese verzögern und somit einen negativen Einfluss auf das Aufrechterhalten der Laktation haben. In diesem Fall sollte eine gute Stillbetreuung bereits auf der Entbindungsstation in den ersten Tagen nach der Geburt vorhanden sein. 

Stillen in der Schwangerschaft

Das Stillen setzt die Freisetzung von dem Hormon Oxytocin, was die Mutterleibkontraktion auslöst. Zum Glück während der Schwangerschaft wird eine Substanz ausgeschüttet, die das Oxytocin abbaut, so dass es keine Uteruskontraktionen auslöst. Das Stillen während der Schwangerschaft ist in seltenen Fällen kontraindiziert und hängt meistens mit gefährdeten Schwangerschaften zusammen.

Wieso muss alle 3 Stunden gestillt werden?

Tatsächlich besagt die Regel das Kind nach Bedarf aber mindestens alle drei Stunden zu stillen, nachts kann eine Pause von bis zu sechs Stunden eingelegt werden. Es sollten mindestens 8 Stillmahlzeiten pro Tag erfolgen. Neugeborene können sehr schläfrig sein und dadurch Stillmahlzeiten verpassen. Deshalb gibt es diese allgemeine Regel.

Was tun, wenn das Kind nur abends satt wird, jedoch nicht tagsüber?

Wenn dieses Verhalten am Nachmittag auftritt, kann es sein, dass Ihr Baby tatsächlich mehr Muttermilch verlangt, da Mütter auf der ganzen Welt zu diesen Zeiten weniger Milch produzieren. Es ist eine gute Idee, Muttermilch am Morgen oder in der Nacht abzupumpen, wenn am meisten Milch vorhanden ist und diese zusätzlich nach dem Stillen dem Kind anbieten. Denken Sie daran immer zuerst Ihr Kind an die Brust anzulegen, da so die Muttermilchproduktion gesteigert wird. 

Haben Frauen einen Einfluss auf den Fettgehalt in der Muttermilch?

Frauen können durch ihre Ernährung die Qualität der Fette aber nicht den Gehalt dieser beeinflussen. Dies bedeutet, dass eine fisch- und pflanzenölreiche Ernährung, wird die Qualität der Fette in ungesättigte Fettsäuren verbessern. Oft wird fetthaltigere Muttermilch von Müttern gewünscht, deren Babys nicht genug zunehmen. Der Erfolg liegt jedoch nicht in der Qualität der Milch, sondern in der Menge, die das Baby isst. Eins ist zu merken: zum Schluss einer Stillsitzung ist die Muttermilch fetthaltiger als zu Beginn.

Was tun, wenn das Kind keine abgepumpte Muttermilch aus der Flasche trinken will?

Wahrscheinlich hat das Kind noch nicht gelernt aus einer Flasche zu trinken. Das Baby kann zum Trinken aus der Flasche überredet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht die Mutter dem Kind die Flasche gibt, weil sie nur mit der Brust assoziiert wird und das Baby nicht weiß, worum es geht. Überlassen Sie diese Aufgabe dem Papa!,

Wie wird abgestillt?

Benutzen Sie zum Abstillen eine Milchpumpe. Zu Beginn sollte man die Brust nicht ganz entleeren, also immer etwas Restmilch in der Brust lassen, denn der Körper beginnt mit dem Abklingen der Laktation, wenn die Brüste leicht überfüllt sind. Natürlich ist es möglich, die Laktation mit Hilfe von Medikamenten zu stoppen, aber sie haben eine Menge Nebenwirkungen, so dass ihr Einsatz eher zu vermeiden ist.

Kann man Stillhütchen abgewöhnen?

Wenn das Stillen mit Stillhütchen erfolgreich ist, sind die Brustwarzen wahrscheinlich flexibel genug und bereit zum Einsatz ohne Stillhütchen. Versuchen Sie zunächst den ersten Hunger des Kindes zu stillen, in dem wie gewohnt das Kind mit dem Stillhütchen gefüttert wird. Danach kann versucht werden das Stillhütchen abzusetzen und so das Stillen fortzusetzen.

Wie kann die Laktation erfolgreich angekurbelt werden, wenn nach Wochen erfolgreichen Stillens eine Frau verspürt, dass ihre Brüste nur Morgens und am Abend mit Milch gefüllt sind?         

Die Schwankungen in der Muttermilchmenge sind typisch für Frauen auf der ganzen Welt und hängen mit dem täglichen Zyklus der Prolaktinsekretion zusammen. Manche Mütter sehen es deutlicher, andere bemerken es gar nicht. Viele Frauen stellen fest, dass sie morgens, wenn die Prolaktinausschüttung hoch ist, mehr Muttermilch haben als am Abend. Das Kind ist oft nicht in der Lage beide Brüste während des Fütterns zu entleeren. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um Ihre Milch abzupumpen und sie für den Nachmittag aufzubewahren. Manchmal reichen 20 ml aus, um Ihr Kind zufrieden zu stellen. Es wäre wichtig, die Still- und Saugtechnik zu kontrollieren. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind mindestens 8-10 Mal pro Tag an die Brust angelegt wird. Mit Hilfe einer Stillberaterin ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Laktation einstellt. Es ist zu empfehlen eine Stillberaterin aufzusuchen, die Ihnen hilft sich mit dem Thema zu befassen, um die Muttermilchproduktion anzuregen.

Zu geringe Gewichtszunahme beim Stillen

Wenn das Kind an Gewicht nicht zunimmt, kann das nur bedeuten, dass es nicht ausreichend isst. Es muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass die Mutter nicht genügend Muttermilch produziert. Es kann vorkommen, dass Ihr Kind z.B. falsche Saugtechnik hat oder ein zu kurzes Zungenbändchen. Bitte wenden Sie sich an eine Stillberaterin, die all dies überprüft und Ihnen hilft das Problem zu bewältigen. 

Wann stabilisiert sich die Laktation?

Die Laktation stabilisiert sich nach 6 Wochen nach der Entbindung. Zu diesem Zeitpunkt stellen viele Frauen fest, dass ihre Brüste weich sind, was zu Bedenken hinsichtlich der Milchmenge führt. Nach 6 Monaten Stillzeit haben manche Frauen auch nach einer längeren Pause nicht das Gefühl, dass sich ihre Brüste überhaupt mit Muttermilch füllen. Es ist jedoch zu bedenken, dass das Gefühl von vollen/leeren Brüsten subjektiv ist und nicht ausschlaggebend dafür ist, ob ausreichend Muttermilch zum Stillen vorliegt.

Was tun, wenn Säuglinge die Nacht durchschlafen und zum Stillen nicht aufwachen?

Eine Stillpause während der Nacht darf bei Säuglingen nicht vorkommen. Es wäre gut, das Baby in dieser Zeit wenigstens einmal zu füttern (so dass die maximale Essenspause 6 Stunden beträgt). Sonst laufen Sie der Gefahr, dass die Muttermilchproduktion unterdrückt wird. Es ist nicht notwendig, das Baby zu wecken, Sie können es im Schlaf füttern.

Welchen Einfluss auf die Laktation hat ein zu kurzes Zungenbändchen?

Ein zu kurzes Zungenbändchen beeinträchtigt die Zungenbeweglichkeit, deswegen läuft man der Gefahr, dass die Brüste nicht vollständig geleert werden und somit die Milchproduktion nicht ausreichend stimuliert wird. Um die Muttermilchproduktion anzuregen, sollte jede Brust mindestens 8 mal am Tag für 15 Minuten abgepumpt werden, unabhängig vom Stillen. Hinzu kommen eine gesunde Ernährung. Ein Anstieg der Milchmenge sollte nach 5-7 Tagen intensiver Arbeit erkennbar sein. Am besten ist es, wenn eine erfahrene Stillberaterin Sie durch diesen Prozess begleitet.

Was tun, wenn Muttermilch nur in einer Brust produziert wird?

Ein Grund dafür kann das Ablehnen einer Brust durch das Baby sein. Dafür kann es viele Gründe geben, z.B. eine andere Brustwarzenform, die für das Baby schwieriger mit dem Mund zu erfassen ist, ein schnellerer/langsamerer Milchfluss als von der anderen Brust. Wenn das Baby die Brust vollständig abgelehnt hat, haben Sie immer noch die Möglichkeit die Muttermilchbildung mit einer Milchpumpe zu stimulieren. Am besten ist es, dies mindestens 8x am Tag für 15 Minuten zu tun. Wenn das Baby jedoch an dieser Brust saugt, ist eine Stimulation für einige Minuten unmittelbar nach dem Füttern ausreichend. 

Milchstau

Es kann viele Ursachen für Milchstau geben, aber in der Regel wird dieser durch unzureichende Entleerung der ganzen Brust oder eines Teils davon verursacht. Andere Gründe, die während der ganzen Laktationszeit auftreten können:

  • falsches Anlegen des Kindes an die Brust, das Kind kann die Brustwarze nicht korrekt mit seinem Mund erfassen. 
  • zu lange Stillpausen. 
  • ein zu kurzes Zungenbändchen, denn dies macht es sehr schwierig, richtig zu saugen und die Brust zu entleeren. 
  • Es kann auch sein, dass Sie alles richtig machen, aber die Milchmenge so groß ist, dass das Baby nicht alles davon essen kann. 

Um die Ursache zu finden und zu beseitigen, wäre es gut, eine Stillberaterin zu konsultieren. In der Zwischenzeit stillen Sie Ihr Baby häufig. Wenn Sie jedoch starke Schmerzen in Ihren Brüsten mit lokaler Rötung und Fieber über 38,5 Grad haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, da dies die Symptome einer Brustentzündung sind und Sie möglicherweise mit einem Antibiotikum behandelt werden müssen.

Wie lange stillen pro Stillmahlzeit?

In der Regel reicht es aus, wenn Ihr Kind an jeder Brust für etwa 15 Minuten gestillt wird. In dieser Zeit wird die Brust meistens vollständig entleert. Bei einem älteren Kind oder bei einem schnellen Austritt der Muttermilch aus der Brust können sogar 5 Minuten ausreichend sein. Beobachten Sie Ihr Kind während des Stillens. Wenn die Brust nach einigen Minuten aktiven Saugens und hörbaren Schluckens weich wird, können Sie die Brust wechseln. 

Ab wann kann femaltiker bio eingesetzt werden? 

Aufgrund seines Wirkmechanismus wird das Produkt zur Einleitung der Laktation empfohlen. Die Einnahme soll am zweiten Tag nach der Geburt erfolgen. Dann beginnt die zweite Phase der Laktogenese für die Prolaktinspiegel eine sehr wichtige Rolle spielt. Wenn der Prolaktinspiegel dieses Hormons entsprechend hoch ist, wird die Laktation korrekt eingeleitet, was das längere Stillen ermöglicht. 

Hilft femaltiker bio beim Einleiten der Laktation bei Frühchen?

Wenn das frühgeborene Kind nicht alleine an der Brust saugen kann, hilft die Milchpumpe zum Aufrechterhalten der Laktation. Eine zusätzliche Gabe von Gerstenmalzprodukten wird als gute Ernährungspraxis in der Fachliteratur beschrieben. Die Verwendung eines solchen Produkts ist gerade am Anfang, kurz nach der Geburt, sehr wichtig, um den Prolaktinspiegel zu steigern und die Produktion von reifer Milch einzuleiten.

Wie lange kann femaltiker bio verwendet werden?

In den meisten Fällen wird femaltiker bio über zwei Wochen verwendet. Wenn nach dieser Zeit eine Zunahme der Muttermilchmenge zu spüren ist und das Baby an Gewicht zunimmt, kann das Produkt abgesetzt werden. Wenn die Mutter jedoch das Bedürfnis verspürt, das Produkt weiter zu verwenden, kann sie dies bedenkenlos tun. In der klinischen Studie wurde das Produkt über 14 Tage zweimal täglichen verwendet, was zu einer Steigerung der Muttermilchproduktion führte.

Woran erkenne ich, ob mein Baby satt ist?

In den meisten Fällen verhalten sich satte Kinder ruhig und sind zufrieden. Einige Kinder haben Verdauungsbeschwerden und selbst wenn sie satt sind, benehmen sie sich unruhig und weinen. Um sicher zu sein, dass Ihr Kind satt ist, achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind mindestens 8 mal am Tag gestillt wird. Die Brust muss spürbar weich geworden sein. Während der Fütterung sollten auch Schluckgeräusche zu hören sein. Die Windeln müssen nass sein und das Kind soll einen regelmäßigen Stuhlgang aufweisen (die erwartete Häufigkeit hängt vom Alter des Kindes ab). Der objektivste Indikator ist die Gewichtszunahme des Babys.